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Lhasa Apso von Siro-Shan

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URSPRUNG : Tibet (China).
PATRONAT : Grossbritannien.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN OFFIZIELLEN STANDARDS : 18.03.2015. VERWENDUNG : Begleithund. KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde. Sektion 5 Tibetische Hunderassen. Ohne Arbeitsprüfung.

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS:

Der Lhasa Apso kommt von Tibet, wo viele in grossen Höhen leben und das Klima streng sein kann. Er muss ein zäher kleiner Hund sein um diesen Konditionen Widerstand zu leisten und dieses hatte einen grossen Einfluss auf seine Entwicklung. Sein langes, hartes Haar mit seiner dichten Unterwolle dient als Isolation im Winter und das Kopfhaar, welches nach vorne über die Augen fällt, schützen diese vor dem Wind, Staub und grellem Licht. Der Apso ist eine von mehreren östlichen Rassen, die in den Westen gekommen sind. Der erste Apso kam in den frühen 20iger Jahren nach Grossbritannien und wurde schon bald danach in London ausgestellt. Als sie das erste Mal in Grossbritannien gesehen wurden, wurden sie mit anderen zotteligen orientalischen Hunden verwechselt und als „Lhasa Terriers“ bezeichnet. Später wurde dann ein Unterschied gemacht, speziell zwischen dem Apso und dem Tibet Terrier, welcher wahrscheinlich hinter den frühen Apsos gewesen ist. Der Lhasa Apso Rasseklub wurde im Jahr 1933 in Grossbritannien gegründet.

 


FCI-St. Nr. 227 / 24.06.2015 3
ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:

Gut ausgewogen, robust, üppig behaart, ohne Übertreibung. WICHTIGE PROPORTIONEN: Die Länge von der Spitze des Schulterblatts bis zum Ende des Sitzbeinhöckers ist grösser als die Höhe bis zum Widerrist.
VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Lebhaft und anmassend. Wachsam, ausgeglichen, Fremden gegenüber allerdings etwas zurückhaltend.


KOPF :

Üppiges Kopfhaar, das gut nach vorne über die Augen fällt; welches aber nicht die Fähigkeit des Hundes gut zu sehen beeinträchtigen soll, gut ausgebildeter Bart und Backenbart.
OBERKOPF Schädel: Mässig schmal, ab Augenbereich nach hinten allmählich abfallend, nicht ganz flach, aber auch nicht gewölbt, kein

 

Apfelkopf. Stopp :

Mittelmässig.


GESICHTSSCHÄDEL :

Nasenschwamm : Schwarz. Fang: ungefähr 4 cm Lang, aber nicht quadratisch; der Abstand von der Nasenspitze bis zu den Augen entspricht ungefähr einem Drittel der gesamten Länge von der Nasenspitze zum hinteren Schädelende. Nasenrücken gerade.
 

Kiefer / Zähne:

Die obere Schneidezahnreihe soll knapp hinter die untere Schneidezahnreihe beissen, d.h. eine umgekehrte Schere bilden. Die Schneidezahnreihen sollen Linien bilden, die so breit und so gerade wie nur möglich sind. Vollzahnigkeit ist erwünscht.
 

Augen:

Dunkel, mittelgross, nach vorne gerichtet eingesetzt, oval, weder gross oder voll, noch klein und tiefgebettet; es darf weder im oberen noch im unteren Augenbereich weiss sichtbar sein.
Ohren Hängend, stark behaart.


HALS:

Kräftig und gut gebogen.

FCI-St. Nr. 227 / 24.06.2015 4


KÖRPER:

Ausgewogen und kompakt. Obere Profillinie : Gerade. Lenden : Stark. Brust: Rippen reichen gut zurück.


RUTE:

Hoch angesetzt, gut über dem Rücken aber nicht wie ein « Topfhenkel » getragen. Oft am Rutenende mit einem Knick; reich behaart.

GLIEDMASSEN VORDERHAND :

Schulter: Gut schräg zurückgelagert. Unterarm: Vorderläufe gerade und üppig behaart. Vorderpfoten: Rund, Katzenpfoten ähnlich mit festen Ballen. Gut behaart.


HINTERHAND :

Allgemeines: Gut entwickelt und bemuskelt. Gut gewinkelt. Üppig behaart. Hintermittelfuss : Hacken von hinten gesehen parallel und nicht zu nah beieinander stehend. Hinterpfoten: Rund, Katzenpfoten ähnlich mit festen Ballen. Gut behaart.
 

GANGWERK :

Frei und flott.


HAARKLEID Haar :

Langes Deckhaar, schwer, gerade und hart, nicht wollig oder seidig. Mittelmässig viel Unterwolle. Das Haar darf niemals die Bewegung beeinträchtigen.
Farbe: Gold, sandfarben, honigfarben, dunkel-grizzle, schieferfarben, rauchgrau, zweifarbig, schwarz, weiss oder bräunlich. Alle Farben sind gleichermassen erlaubt.

GRÖSSE :

Ideale Widerristhöhe : 25 cm für Rüden, Hündinnen etwas kleiner.
FCI-St. Nr. 227 / 24.06.2015 5


FEHLER:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.

DISQUALIFIZIERENDE FEHLER:

Aggressive und übermässig ängstliche Hunde. Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifizert werden. N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.  Zur Zucht sollen ausschließlich funktional und klinisch gesunde, rassetypische Hunde verwendet werden. Die letzten Änderungen sind in Fettschrift.